Fachverband Medienabhängigkeit e.V.

Die Abhängigkeit von Internet und Computerspielen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen stellt eine zunehmende Herausforderung für das psychosoziale Versorgungssystem und die Gesellschaft als Ganzes dar. Für Betroffene und ihre Angehörigen ist es oft schwierig, kompetente und ortsnahe Hilfe zu finden.

Der Fachverband Medienabhängigkeit setzt sich dafür ein, im Rahmen einer groß angelegten Kooperation ein Netzwerk von Forschern und Praktikern im deutschsprachigen Raum zu schaffen, die sich mit diesem neuartigen Krankheitsphänomen beschäftigen.

Erklärtes Ziel des Verbandes ist es, dass Medienabhängigkeit als eigenständige Erkrankung anerkannt wird. In diesem Sinne versteht sich der Verein auch als eine Interessenvertretung von Betroffenen und deren Angehörigen. Denn nur über eine wissenschaftliche und rechtliche Etablierung des Krankheitsbildes kann eine ebenso wirksame wie flächendeckende präventive und medizinisch-therapeutische Versorgung aufgebaut werden. Daher besteht das primäre Ziel des Fachverbandes darin, sich wissenschaftlich und politisch an der konzeptionellen Entwicklung der Versorgungsstruktur zu beteiligen.

Der Fachverband Medienabhängigkeit wurde am 17.11.2008 in Schwerin gegründet. In ihm haben sich professionelle Akteure aus der Forschung sowie pädagogische und therapeutische Fachkräfte zusammengeschlossen. Die Gründungsmitglieder arbeiten an spezialisierten Versorgungseinrichtungen wie etwa den Fachkliniken Nordfriesland, den HELIOS Kliniken in Schwerin und Beratungsstellen in Berlin, Lüneburg, Köln und Hannover sowie an Forschungseinrichtungen wie der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, der Medizinischen Hochschule Hannover und dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen.

Alle diejenigen, die sich beruflich oder auch privat mit Medienabhängigkeit beschäftigen sind herzlich eingeladen, dem Verband beizutreten und sich für dieses Thema zu engagieren.  

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