Öffentlichkeitsbeiträge & Mitteilungen des Fachverbandes

Computerspielsucht als Erkrankung durch die WHO anerkannt!

Das neue ICD-11 wurde nun verabschiedet und tritt 2022 in Kraft


(Hannover, 23.5.2019) Auf ihrer 72. Weltgesundheitsversammlung hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) über die bereits im Sommer 2018 vorgestellten Vorschläge abgestimmt und das neue ICD-11 verabschiedet. Es wird im Jahr 2022 in Kraft treten. Dies bedeutet auch, dass Computerspielsucht (als „Gaming Disorder“) nun tatsächlich als diagnostizierbares Störungsbild und somit als Erkrankung anerkannt ist. Das ist in erster Linie ein großer Erfolg für Betroffene und deren Angehörige, für die hiermit eine Grundlage zur besseren Versorgung geschaffen wurde. Auch für Behandelnde bietet die nun mögliche Diagnose eine Form der Handlungssicherheit – erstens sind nun definierte diagnostische Kriterien verfügbar, zweitens wissen Behandelnde nun, dass sie Computerspielsucht auch offiziell behandeln dürfen und nicht länger nach Querfinanzierungen suchen müssen.

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Darf Werbung das? Heranwachsende mit psychosozialen Problemen als Zielgruppe – Mit seiner neusten Kampagne spricht League of Legends gezielt Außenseiter an

Stellungnahme des Fachverband Medienabhängigkeit e.V. als offener Brief zur League of Legends YouTube-Werbung


(Hannover, 15.2.2019) League of Legends, eines der bekanntesten und erfolgreichsten Free-to-Play Computerspiele (Altersfreigabe ab 12), wird seit 2018 auf YouTube mit Comicvideos beworben, die zielgruppenaffin Jugendliche zum Spiel einladen. In den Videos verbreitete Botschaften wie z.B. „Du hast kein Leben, gib deinem Leben einen Sinn“ stellen aus Sicht des Fachverband Medienabhängigkeit ein sehr kritisches Produktversprechen dar sowie eine gezielt auf etwaige Defizite ausgerichtete Kommunikation, die mit einer Gefährdung des Kindes- und Jugendschutzes einhergeht. Des Weiteren weist der Fachverband auf die mutmaßlich unrechtmäßige Verwendung von konkreten Kaufappellen gegenüber Minderjährigen hin und damit auf einen Verstoß gegen § 3 Abs. 3 UWG (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb).

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Gemeinsame Erklärung der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) und des Fachverbands Medienabhängigkeit e.V. (FV Medienabhängigkeit e.V.)

Ergebnis des Diskurses zum offenen Brief an die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen


(Berlin, 26.09.2018) Vorstandsmitglieder des FV Medienabhängigkeit e.V. und der DHS haben sich am 26. September 2018 in Berlin über den Stand der Diskussion im Bereich „Internetbezogener Störungen“ ausgetauscht. Dabei wurde deutlich, dass ein ergebnisoffener und betroffenenorientierter Diskurs erforderlich ist, der ohne dogmatisch gesetzte Positionen die mit der Thematik befassten Fach- und Spitzenverbände sowie Institutionen der Versorgung einbezieht. Die DHS bietet dazu die nötige Plattform, da in ihr die meisten im Aufgabenfeld tätigen Träger und Einrichtungen organisiert sind. Ziel ist, in einen Dialog einzutreten und die offenen Fragen, unter Einbeziehung wissenschaftlicher Expertisen, gemeinsam zu diskutieren. Dazu wird zeitnah eine Arbeitsgruppe aus den Verbänden gebildet, zu der auch externe Experten eingeladen werden.

Download der Erklärung

 

Wegschauen und Kleinreden löst keine Probleme!
Problematische Internetnutzung braucht einen offenen Diskurs

Ein offener Brief an die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen


(Hannover, 17.09.2018) Als Mitglied der DHS möchte der Fachverband Medienabhängigkeit e.V. – vertreten durch seinen Vorstand – die jüngst von der DHS veröffentlichte Stellungnahme „Mediennutzung: Stigmatisierung und Pathologisierung auffälligen Verhaltens“ aufgreifen und mit diesem offenen Brief den gesamten Vorstand und die dahinterstehenden Verbände in der DHS ansprechen und fragen: Spiegelt diese Stellungnahme tatsächlich die Meinung aller Engagierten in der DHS wieder?

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